Grüne Branche für ein klimaresistentes Südwestfalen
Die Fachveranstaltung „Klimaoffensive Südwestfalen" im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen stieß auf überwältigendes Interesse. Mit 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Veranstaltung vollständig ausgebucht. Kommunale Entscheidungsträger, Fachleute und Vertreter aus Politik und Verwaltung kamen zusammen, um über zukunftsorientierte Strategien für klimaresiliente Städte und Gemeinden zu diskutieren.
Die von der Klimaagentur des Kreises Olpe und dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau NRW - Bezirksgruppe Olpe/Siegen-Wittgenstein organisierte Veranstaltung bot hochkarätige Impulsvorträge und praxisnahe Lösungsansätze für die Herausforderungen des Klimawandels in urbanen und ländlichen Räumen. Im Fokus standen dabei innovative Konzepte zur Grünen Infrastruktur, die sowohl dem Klimaschutz als auch der Klimaanpassung dienen.
Uli Berghof, Bürgermeister der Stadt Drolshagen und 1. Vorsitzender der Klimaagentur im Kreis Olpe e.V., betonte in seiner Begrüßung: „Die Kommunen in Südwestfalen stehen vor enormen Herausforderungen durch den Klimawandel. Mit der heutigen Veranstaltung setzen wir ein deutliches Zeichen, dass wir diese Herausforderungen aktiv und gemeinschaftlich angehen wollen. Die große Resonanz zeigt, wie wichtig dieses Thema für unsere Region ist." Weiterhin betonte er, dass ohne die Fachleute aus dem Garten- und Landschaftsbau viele Papierpläne nicht zu Wirklichkeit werden würden und sie es seien, die das Know-how mitbringen würden, um unsere Städte und Dörfer klimafreundlicher und lebenswerter zu gestalten.
Thomas Banzhaf, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung von Grünflächen für die Klimaanpassung: „Grüne Infrastruktur ist nicht nur ein ästhetischer Mehrwert für unsere Städte und Gemeinden, sondern ein unverzichtbares Element für Klimaresilienz. Jeder Euro, den wir heute in urbanes Grün investieren, spart uns in Zukunft ein Vielfaches an Kosten für Klimafolgeschäden."
Die Veranstaltung deckte ein breites Themenspektrum ab – von Wassermanagement und Fassadenbegrünung über zukunftsfähige Baumarten bis hin zu Finanzierungsmöglichkeiten für kommunale Grünprojekte. Mit Werner Kaufhold, Tristan Wegmann und Prof. Stefan Lenzen konnten erstklassige Referenten zu den einzelnen Themen gewonnen werden und Peter Menke führte souverän durch die Veranstaltung. Besonders praxisnah gestaltete sich die abschließende Ausstellung bei der verschiedenen Baumgröße, Wurzelsysteme und Baumrigolen vor Ort besichtigt werden konnten.
Thomas Kramer, Sprecher der Bezirksgruppe OESIWI (Olpe-Siegen-Wittgenstein) im VGL-NRW, präsentierte zum Schluss konkrete Beispiele für erfolgreiche Grünprojekte in der Region: „Unsere Best-Practice-Beispiele zeigen, dass ökologische Transformation und wirtschaftliche Entwicklung Hand in Hand gehen können. Die Förderinstrumente sind vorhanden – wir müssen sie nur gezielt und entschlossen nutzen."
Die Veranstaltung endete mit einem regen Austausch bei Erfrischungen und Fingerfood, wobei viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit nutzten, neue Kontakte zu knüpfen und konkrete Projektideen zu diskutieren.
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v.l.: Meike Menn (Klimaagentur), Tristan Wegmann (Baumschulenverband NRW), Prof. Stefan Lenzen (Präsident BDLA), Thomas Kramer (Sprecher VGL-NRW Olpe/Siegen/Wittgenstein), Peter Menke (Agentur NED.Work) und Werner Kaufhold (Bundesverband Gebäudegrün)